Trend geht zum Fachbesucher

 

Streiflichter von der FRANKEN-BIKE:

Sowohl auf der JURA-BIKE in Neumarkt als auch auf der FRANKEN-BIKE in Fürth wurde ein überall beobachteter Trend bei den Besuchern erkennbar: Weg vom Publikum ohne konkrete Informations- oder Kaufabsichten, umgangssprachlich auch „Sehleute“ oder „Kinderwagenfraktion“ genannt; hin zu qualifiziertem Fachpublikum.

Das bestätigten übereinstimmend auch die Aussteller beider Veranstaltungen, die mit beiden Messeverläufen sehr zufrieden waren und nach eigenen Angaben „so viel Fachgespräche wie noch nie“ geführt haben.

Inwieweit sich diese Messekontakte in konkreten Verkaufszahlen umwandeln lassen, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Angesichts der eher kritischen Weltlage mit allen Folgen, wie z.B. dem Benzinpreis, dürfte hier momentan eine nachvollziehbare Kaufzurückhaltung herrschen.

Zum anderen stabilisieren sich nach jüngsten KBA-Zahlen für Januar und Februar 2026 aber die Neuzulassungen wieder auf Normalniveau. Hier gab es im vergangenen Jahr einen massiven Einbruch, der sicher auch teilweise mit massiven Tageszulassungen im Dezember 2024 wegen der neuen EURO 5-Regelung zusammenhing.

Und nicht zuletzt spielt bei den Neuverkäufen auch das Wetter in den nächsten Wochen eine Rolle, nachdem der wasserfeste und frostresistenten Allwetterfahrer weitgehend ausgestorben ist.

Beide Messeveranstaltungen waren mit knapp 4.000 Gästen wieder sehr gut besucht; die Stimmung angesichts der ersten warmen und sonnigen Frühlingstage erwartungsfroh euphorisch.

Einmal gehts noch in Fürth

In Fürth war die 21. FRANKEN-BIKE auch die vorletzte Messe. Wenn sich hier im nächsten Jahr nach der Finalveranstaltung die Tore am Sonntagabend schließen, ist die größte Fürther Fachmesse nach 22 Jahren Geschichte.

Grund sind dringende Sanierungsarbeiten an der Fürther Stadthalle, die nach ersten Schätzungen ein Bauvolumen von 120 Mio. Euro unfassen und sich mindestens über drei Jahre erstrecken sollen. Eine Ersatzspielstätte ab 2028 kann die Stadt Fürth bisher nicht anbieten.

Davon dürfte dann die JURA-BIKE inNeumarkt profitieren. Sie wird ab 2028 die einzige Motorradfachmesse in der Metropolregion sein, die – wie schon heute –  alle Sparten vom Roller und E-Bike über Custom- und Adventurebike bis zum Touren- und Sportmotorrad abdeckt.

Die Jurahalle bietet dazu im Gegensatz zu Fürth zwei große Vorteile: Mit der kleinen Jurahalle stehen weitere Standflächen für eine Vergrößerung der Motorradmesse zur Verfügung; ein Parkplatzproblem für Aussteller und Besucher wie in Fürth gibt es in Neumarkt nicht.

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