Nun hat es auch Polo erwischt: Der Motorradzubehöranbieter hat am Montag beim Amtsgericht Mönchengladbach ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Ziel ist die geordnete Fortführung des Geschäftsbetriebs unter dem Schutz des Insolvenzrechts und die Sanierung des Unternehmens, teilte das Unternehmen mit.
Der operative Geschäftsbetrieb läuft im vorläufigen Verfahren am Standort in Jüchen und in allen Filialen und Stores regulär weiter. Auch die Löhne und Gehälter der rund 700 Mitarbeiter in Deutschland sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Januar 2026 gesichert, heißt es weiter.
Als Grund nennt die Polo Motorrad und Sportswear GmbH „die derzeitige angespannte gesamtwirtschaftliche Situation“. Trotz einer guten Umsatzentwicklung in diesem Jahr sorge die branchenweite Kaufzurückhaltung vieler Kunden für einen erhöhten Druck auf die Liquidität. Die Polo-Standorte und -Gesellschaften in der Schweiz und Österreich bleiben vom Verfahren zunächst unberührt.
Der Motorradmarkt in Deutschland liegt in diesem Jahr ein Viertel und etwa 50.000 Fahrzeuge hinter den Neuzulassungen des Vorjahres zurück. (aum)



