Samstag, 17. Januar 2026
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Die e-Schwalbe lässt die Flügel hängen

Govecs ist pleite. Das jedenfalls meldet die „Wirtschaftswoche“. Das Münchener Unternehmen produzierte seit 2009 in Polen Elektroroller, übernahm zwei weitere Firmen und sorgte vor allem mit dem Bau der e-Schwalbe für Schlagzeilen. Das Fahrzeug nach Vorbild des DDR-Kultrollers von Simson war aber zuletzt das einzige Modell im Govecs-Programm und blieb hinter den offenbar zu hoch gesteckten Verkaufserwartungen zurück

Das dürfte auch am überwiegenden Onlinevertrieb und dem doch hohen Preis gelegen haben. Lediglich 17 Händler finden sich bundesweit. Schon die 45-km/h-Kleinkraftversion kostet 7990 Euro. Das L3e-Topmodell mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h kratzt knapp an der 10.000-Euro-Marke.

Eine offizielle Pressemitteilung gab es vom Unternehmen bislang noch nicht. Auf der Internetseite findet sich aber folgender Hinweis: „Aktuell können keine Bestellungen über diesen Onlineshop aufgegeben werden.“ Ein Insolvenzverwalter ist bestellt. Ob und wie es mit Govecs weitergehen soll oder kann, ist offen.

2023 hatte es mit Kumpan schon einmal einen deutschen E-Rollerhersteller erwischt. Das Unternehmen hatte sich stilistisch stark an der legendären Vespa orientiert und vor Gericht erfolgreich gegen Plagiatsvorwürfe des Piaggio-Konzerns gewehrt. Der Versuch, Kumpan nach der Pleite wieder flott zu bekommen, ist allerdings recht schnell gescheitert. (aum/jri)

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